Schafkopf-Sprache
Wia de Kartn hoaßn und wia am Tisch gredt wird.
Am Tisch hoaßt koa Kartn so, wia’s auf’m Blattl steht. Des Ass is de „Sau“, da Eichel-Ober is „der Oide“ — und a boarige gibt’s, de kannst ned im Wirtshaus laut sagn. Do lernst d’wichtigstn Namen.
De Lektion in da App aufmachaJede Kartn hod an Spitznamen
De Ober („der …“) und de Säu („die …“) ham de bekanntestn Namen — nach da Farb: Eichel = Oide, Gras = Blaue, Herz = Rote, Schellen = Runde. Manche san derb — echtes Wirtshaus-Boarisch, nix für de feine Gsellschaft.
- Eichel-Ober
- der Oide (der höchste in Bayern, der Josef)
- Gras-Ober
- der Blaue (der Grüne, der Schinder-Hansl)
- Herz-Ober
- der Rote (der Herzer, der Fuchs)
- Schellen-Ober
- der Runde (der Schiache) · der Scheißer derb
- Eichel-Sau
- die Oide (die Waldsau, die Haus-Sau)
- Gras-Sau
- die Blaue (die Gärtnerin)
- Schellen-Sau
- die Kugel (die Bumbs, die Geldsau) · die Hundsgfickte derb
Dazua no allgemein: jedes Ass is a „Sau“, jeder Unter a „Wenz“ oder „Bauer“, und de leeren Siebner, Achter, Neuner san „Spatzn“.
D’wichtigstn Ausdrück
De Sprach, de’st beim Spui alleweil hörst — kurz erklärt:
- Ausspieln
- de erste Kartn in an Stich legn. Der, der’s macht, is da Ausspieler; danach kemma Mittelhand und Hinterhand.
- Stechen
- an Stich mit am Trumpf hoin.
- Schmieren
- dem Partner hohe Augn (Säu, Zehner) auf sein Stich zuageben.
- Abspatzen
- a wertlose Kartn (an „Spatz“) loswern, wenn’st de Farb ned bedienen kannst.
- Suchen
- beim Sauspui de gruaffene Farb aufspuin, um de Sau z’finda.
- Davonlaufen
- ois Gerufener a andere Kartn vo da Ruffarb ausspuin statt da Sau (siehe Rufsau-Lektion).
- Trumpf ziehen
- Trumpf aufspuin, damit de andern ihre Trümpf hergem müssn.
- Bock
- de grad höchste Kartn vo ana Farb — de sticht da grad koana.
- Augen
- da Wert vo ana Kartn (= Punkt).
- blank / besetzt
- bloß oa Kartn vo ana Farb / mindestens zwoa Kartn vo ana Farb ham.
Schneider und schwarz (koa Stich) hörst aa oft — genau lernst des in da Punkte-Lektion.


